Sven Regeners Neue Vahr Süd
So, nun habe ich gestern auch Neue Vahr Süd zu Ende gelesen. Es ist der zweite Roman von Sven Regeners Lehmann-Trilogie. Ein gutes Stück umfangreicher noch als der erste Teil erzählt Neue Vahr Süd über die Zeit bevor Frank Lehmann nach Berlin zog und wie es dazu kam.
Der Umstand einer verschwitzten Verweigerung und das damit einhergehende Ableisten der Wehrpflicht werfen Franks Leben durcheinander. Mehr im Affekt zieht er bei den Eltern aus und landet in einer chaotischen Wohngemeinschaft mit ehemaligen Schulkameraden und einem Ex-Genossen dieser beiden. Während Frank innerhalb der Woche die Zeit beim Bund ableistet und sich mit den eigenen Gedanken und Problemen herum schlägt, tragen die teilweise wechselnden Mitbewohner ihre Streitigkeiten aus und üben die Revolution. Das Ende des Durcheinanders löst sich dann in der Entscheidung zu seinem Bruder nach Berlin zu fahren und dort heimisch zu werden.
Wer immer schon mal wissen wollte, warum Herr Lehmann nach Berlin zog, wie sein Leben vorher ausgesehen und er eigentlich Karl kennen gelernt hat, für den ist Neue Vahr Süd wirklich eine Pflichtlektüre. Mit einer gehörigen Portion lebendiger Absurdität und ungemindertem Humor schreibt Sven Regener die Geschichte um Herrn Lehmann mit ihrem Beginn weiter.









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