BarCampRuhr3 – Themen, Perspektiven, Gesichter
Gestern war der zweite und letzte Tag der 3. Iteration des BarCampRuhr. Es hat einfach Spaß gemacht sowie einige neue Ideen und Kontakte gebracht. An der Organisation gibt es einfach nichts zu meckern, da hat Stefan, mit inzwischen jahrelanger Erfahrung, einfach einen sehr guten Job gemacht.
Die falschen Zeiten
Diesmal habe ich mich dazu verleiten lassen und bin später aufgestanden. Ich habe damit zwar Sessionplanung und Frühstück an beiden Tagen verpasst, hatte dafür aber ein wenig mehr Energie. Das führt mich aber zu der Frage:
Warum macht man bei BarCamps den Start zu einer so frühen Zeit?
Meinem Eindruck nach gehört der Großteil der BarCamper eher zu den Leuten die unter der Woche zu späteren Zeiten aufstehen und auf BarCamps eher leiden. (Bitte korrigiert mich wenn dem nicht so sein sollte.) Warum nicht einfach später anfangen und auch später aufhören? In Nürnberg hat man ja auch Nightsessions hinbekommen. Die Idee eines 24h-Camps hatte ich schon beim BuzzCamp … @CarmenHi brachte heute das NachtBarCamp/NightCamp auf. Ein erster Schritt in eine gescheite Richtung! :)
Themenfokus oder doch besser ThemenCamp
Ok, einen Punkt den ich fragwürdig finde, habe ich: Bringt ein Themenfokus wirklich etwas? Die an diesem Wochenende durchlaufenen Sessions zu Location-Based-Services hätte es meiner Ansicht nach auf Grund der aktuellen Themenlage eh gegeben und die Teilnehmer stören sich auch nicht wirklich an irgendwelchen Themenschwerpunkten. Ist halt die Frage ob es sinnvoll ist ein Thema anzugeben, wenn es eigentlich doch keines gibt.
Bei ThemenCamps passt so etwas dann natürlich. Egal ob Typo3, WordPress oder Politik, hier finden sich genug Leute um auf Themen fokussiert zu BarCampen. Wenn ich die Kritik von Nico Lumma lese, dann fällt mir aber auch genau das dazu ein. Fokussierte ThemenCamps ermöglichen es ganz spezifische Leute einzuladen und die richtigen Charaktere in die Diskussionen zu bringen. Klar geht das dann auch mal ein wenig in Richtung Konferenz, man könnte auch beide Formate mischen, wie beim ConventionCamp geschehen. Wie war das noch mit Remix-Kultur? Ich höre schon wieder Leute einwerfen, dass es ja dann kein echtes BarCamp mehr ist …
Interessante Frage
Ich glaube die interessanteste Frage des Wochenendes habe ich außerhalb der Sessions aufgenommen und gebe sie mal sinngemäß wieder:
Wenn jemand auf seiner Firmenvisitenkarte den privaten Twitter-Account angibt, bietet er mir damit implizit das Du an ?
In dem Gespräch ging es um das Duzen und Siezen im geschäftlichen Umfeld und dem seltsamen Fakt, dass Menschen sich privat kennen und Duzen, aber bei Geschäftskontakt durch ihre Unternehmen zum Siezen genötigt werden.
Der Punkt ist, dass auf Twitter, Facebook und anderen nicht-geschäftlichen Plattformen das Du implizit zu einer Norm geworden ist. Nutzer fühlen sich eher komisch wenn sie mit einem Sie konfrontiert werden. Jedenfalls ein sehr interessanter Einfluss des Social Web auf eigentlich langweilige Alltagsnormen.










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